Wiedereinsetzung in den vorigen Stand

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Frist abgelaufen: Fall für den Anwalt / die Anwältin!

Wichtig!

Sagen und schreiben Sie nichts selbst vorab ans Gericht! Der Fall ist dort erledigt, abgelegt, „Ausnahmen werden nicht gemacht“! Um so mehr, je komplizierter der Fall ist, der wieder aufgenommen werden müsste. Alles, was Sie jetzt als „Entschuldigung“ schreiben, wird nach Möglichkeit gegen Sie verwandt werden.

Gehen Sie direkt und sofort zum Anwalt / zur Anwältin!

IHR Verschulden schaden – das von anderen NICHT

Mit Fristablauf für das jeweilige Rechtsmittel ist eine Entscheidung unangreifbar und vollstreckbar.

Wenn die Fristversäumnis (irgendwie!) von Ihnen selbst (!) verschuldet war, gibt es auch (fast) keinen Ausweg.

Wenn die Fristversäumnis aber von Ihnen (!) unverschuldet war, kommt Wiedereinsetzung in den vorigen Stand in Betracht. Zentral: Das Verschulden von anderen (vor allem: Ihres Anwalts!) schadet Ihnen hier nicht. Das kann eine Lösung sein.

Die Wiedereinsetzung ist selbst fristgebunden: 1 Woche ab Beseitigung des Hindernisses!

  • Der Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand hat selbst eine Frist – 1 Woche ab Beseitigung des Hindernisses. 
  • Dazu bestehen enge formale Voraussetzungen!

Nochmals: Für die Justiz heißt erledigt – erledigt!

Bereiten Sie sich auf die größten Schwierigkeiten vor. Für die Justiz ist die Sache bereits erledigt – auf die denkbar einfachste Weise. Man muss nur die Frist ausrechnen. Nun kommen Sie und möchten, dass man doch noch einsteigt, den Fall evtl. tagelang verhandelt? Klar also, dass Gerichte sehr kreativ sind in der Suche nach Gründen für Ihr Verschulden (für die Fristversäumnis). Dazu gibt es tausende Entscheidungen!

Also nochmals:

  • Gehen Sie sofort zum Anwalt / zur Anwältin!
  • Schreiben Sie nichts selbst ans Gericht! 

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