Frist abgelaufen: Fall für den Anwalt / die Anwältin

Mit Fristablauf für das jeweilige Rechtsmittel ist eine Entscheidung unangreifbar und vollstreckbar. Wenn die Fristversäumnis (irgendwie) von Ihnen selbst (!) verschuldet ist, gibt es auch (fast) keinen Ausweg.

Wenn die Fristversäumnis aber von Ihnen (!) unverschuldet war, kommt Wiedereinsetzung in den vorigen Stand (siehe hier weiter) in Betracht. Wichtig hier: Das Verschulden von anderen (vor allem Ihres Anwalts), schadet Ihnen hier nicht!

Bereiten Sie sich auf Schwierigkeiten vor: Für das Gericht war die Sache bereits erledigt – auf sehr einfache Weise. Nun kommen Sie und möchten, dass man doch noch einsteigt? Klar also, dass Gerichte sehr kreativ sind in der Suche nach Gründen für Ihr Verschulden (für die Fristversäumnis). Je dicker die Akte, je unangenehmer der Fall, um so genauer wird das Gericht nach Gründen für Ihr Verschulden suchen. Dazu gibt es tausende Entscheidungen! Also:

  • Gehen Sie sofort zum Anwalt / zur Anwältin!
  • Schreiben Sie nichts selbst ans Gericht! 

Beachten Sie:

  • Der Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand hat selbst eine Frist – 1 Woche ab Beseitigung des Hindernisses. 
  • Dazu bestehen enge formale Voraussetzungen!