Geschädigt/Opfer? Nichts erfinden – keine falschen Aussagen

Auch wenn Sie geschädigt/Opfer sind: Erfinden Sie nichts, machen Sie keine falschen Aussagen.

Vielleicht meinen Sie, das wäre in Ordnung, denn

  • jemand hat Ihnen Unrecht angetan –
  • jemand hat eine falsche Anzeige tausendmal verdient?

Unabsehbare Folgen: Für den anderen – und für Sie

Das wird schlimme Folgen für diesen Menschen haben:

  • Der/die und Sie werden Jahre lang durch die Mühlen der Justiz gedreht
  • Es besteht die Gefahr eines falschen Urteils,
  • einer ungerechtfertigen Haft,
  • dass der/die andere daran zugrunde geht

Das wird schlimme Folgen für Sie selbst haben; jahrelang. Tun Sie das SICH nicht an!

  • Unterschätzen Sie die Justiz nicht; die stellen ihre eigenen Ermittlungen an, haben Zweifel, sitzen eventuell jahrelang über Ihrem Fall;
  • Unterschätzen Sie die Verteidigung Ihres Gegners nicht: Da wird man alle Register gegen Sie ziehen, jahrelang!
  • Überschätzen Sie sich nicht. Halten Sie das durch; jahrelang? Nein – das können Sie auch nicht:

Sie können den Leuten bei Brennessel e.V.  etwas vorspielen – aber Polizei oder Staatsanwaltschaft sind nicht von Amts wegen misstrauisch. Dort muss man Ihnen nicht glauben. Sie werden Jahre durch die Mühlen der Justiz gedreht: Man wird Sie jahrelang befragen. Sie werden immer wieder neu vernommen. Immer mit den Protokollen Ihrer früheren Aussagen vor Augen; und das werden immer mehr. Man wird Sie einem psychologischen Glaubwürdigkeitsgutachten unterziehen. Selbst bei einem rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren kann Jahrzehnte später Wiederaufnahme beantragt werden. Und recht bald kann die Sache gegen Sie selbst laufen:

Zivilgericht/Schadensersatz:

  • Sie haften auf Ersatz aller verursachter Schäden . Das können hunderttausende Euro werden – Millionen Euro bei entgangenem Einkommen etwa wegen Arbeitsunfähigkeit des Opfers Ihrer Aussage:
  • Sie werden zivilgerichtlich verklagt (die Beweislast liegt eventuell bei Ihnen) und zivilgerichtlich verurteilt
  • 30 Jahre lang wird gegen Sie vollstreckt – eine Privatinsolvenz hilft nichts, diese Titel bleiben wirksam.

Strafgericht/Anklage:

Sie riskieren Strafbarkeit in vielen Bereichen:

  • § 145d StGB, falsche Verdächtigung – eine Strafvorschrift zugunsten des Opfers falscher Aussagen
  • § 164 StGB, Vortäuschen einer Straftat – Strafvorschrift zugunsten von Polizei und Behörden, die sich sinnlos bemühen und ermitteln
  • § 153 StGB, uneidliche Falschaussage als Zeuge/Zeugin: Mindeststrafe 3 Monate Freiheitsstrafe, bis zu 5 Jahren
  • § 154 StGB, Meineid: Sie werden nach Ihrer Aussage auf diese vereidigt? Das geht in Sekunden. Wenn Sie vorher falsch ausgesagt haben, ist das dann ein Meineid: Verbrechen mit Mindeststrafe von 1 Jahr Freiheitsstrafe bis zu 15 Jahren.

Verfahrenskosten:

Wenn ein Verfahren durch eine vorsätzlich oder leichtfertig erstattete unwahre Anzeige veranlasst wurde worden ist, riskiert der/die Anzeigende die zwingende Auferlegung der Kosten des Verfahrens und vor allem der Kosten des Beschuldigten und von Nebenbeteiligten – § 469 StPO.

Andere werden hineingezogen:

Andere, die Sie dazu bringen mitzumachen, können wegen all der Straftaten oben bestraft werden. Und weil Sie sie hineingezogen haben, müssen Sie denen evtl. Schadensersatz zahlen.

Sie selbst können nochmals dran sein:

  • § 159 StGB, Versuch der Anstiftung zur Falschaussage

Keine ‚Rücknahme‘ einer Strafanzeige möglich!

Eie Rücknahme einer „Strafanzeige“ ist rechtlich sinnlos, außer es wäre ganz ausnahmsweise ein zwingender Strafantrag zur Verfolgung nötig! Zum Unterschied siehe hier. Viele glauben, man könnte eine Anzeige wieder rückgängig machen: Wie man der Polizei einen Verdacht gemeldet hat (oder eine Story), sagt man jetzt, dass man jetzt nicht mehr interessiert ist. Danke und tschüss. Aber das ist in aller Regel nicht möglich: Es gilt grundsätzlich die Pflicht zur Amtsermittlung – egal, wie es das Opfer sieht. Eine Anzeige kann man nicht ungeschehen machen. Sobald ein Anfangsverdacht bekannt ist, wird ein Verfahren eingeleitet, eine Akte angelegt. Mit dem Anruf bei der Polizei, dem Betreten der Polizeidienststelle kann es eventuell nicht mehr aufzuhalten sein!

In Ihrem eigenen Interesse:

Tun Sie sich und anderen Menschen keine Falschaussage an.