Geschädigt/Opfer einer Straftat: Täter-Opfer-Ausgleich?

Um den Beteiligten das Aufeinander-Zugehen zu erleichtern (und der Justiz Arbeit zu ersparen) hat das Gesetz Vorschriften für den Täter-Opfer-Ausgleich: Es geht um Ausgleich und Wiedergutmachung.

Das nützt dem Täter:

Wenn der Ausgleich und die Wiedergutmachung geklappt hat oder sich der Täter wenigstens darum ernsthaft bemüht hat

  • kann die Staatsanwaltschaft, später das Gericht, das Verfahren nach § 153a Abs. 1 Nr. 5 (Abs. 2) StPO einstellen.
  • kann das Gericht allein (wenn die Staatsanwaltschaft sich gesperrt hat), die Strafe mildern oder, wenn keine höhere Strafe als Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bis zu dreihundertsechzig Tagessätzen verwirkt ist, von Strafe absehen (§ 46a StGB).

Dem Täter nützt bereits wenn er /sie sich ernsthaft bemüht hat. Das Opfer kann also den Nutzen für den Täter bei der Strafe nicht ganz vereiteln.  Aber dem Täter nützt es natürlich um so mehr, wenn / je mehr ein tatsächlicher Ausgleich (Zahlung) erfolgt ist

und noch viel mehr, wenn er in einem Fall, „in welchem die Schadenswiedergutmachung von ihm erhebliche persönliche Leistungen oder persönlichen Verzicht erfordert hat, das Opfer ganz oder zum überwiegenden Teil entschädigt hat„.

Das nützt dem Opfer:

Zum einen kommt eine wohl echt gemeinte Entschuldigung. Und wenn Sie verzeihen können, ist das eine große Stärke, von der Sie selbst den Nutzen haben.

Zum anderen kommt das Geld, das Ihnen auch zusteht.

Nur ein kurzer Überblick! Ohne Gewähr! Fragen Sie im Zweifel einen Anwalt/eine Anwältin!