Risiko Führerschein / Fahreignung

„Fehlende Fahreignung“ = Führerscheingefahr

Den Führerschein bekommt man, wenn man „geeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen“ ist – wenn man die praktische und theoretische Fahrprüfung bestanden hat. Die Fahreignung wird dann von der zuständigen Behörde laufend überwacht. Am meisten auffallen kann natürlich man im Verkehr selbst. Wer nicht mehr geeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen ist, dem wird die Fahrerlaubnis entzogen – die Fahreignung fehlt mit 8 Punkten oder mehr im Fahrerlaubnisregister.

Aber die „Fahreignung“ kann auch anderweit gefährdet sein:

Aber: Auch bei Agressionstat unabhängig vom Verkehr FE-Entzug möglich!

Die Polizei oder andere Behörden können der Fahrerlaubnisbehörde Meldung machen über andere Vorfälle, die Zweifel an der „Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen“ wecken können.

Dann wird die Fahrerlaubnisbehörde tätig, § 11 Fahrerlaubnis-VO, Abs. 2: „Werden Tatsachen bekannt, die Bedenken gegen die körperliche oder geistige Eignung des Fahrerlaubnisbewerbers begründen, kann die Fahrerlaubnisbehörde … die Beibringung eines ärztlichen Gutachtens …“ bzw. gem. Abs. 3 eine medizinisch-psychologische Untersuchung anordnen…: … “ (Nr. 6) bei einer erheblichen Straftat, die im Zusammenhang mit der Kraftfahreignung steht, insbesondere wenn Anhaltspunkte für ein hohes Aggressionspotenzial bestehen oder die erhebliche Straftat unter Nutzung eines Fahrzeuges begangen wurde (oder) (Nr. 7) bei Straftaten, die im Zusammenhang mit der Kraftfahreignung stehen, insbesondere wenn Anhaltspunkte für ein hohes Aggressionspotenzial bestehen,…“

Das heißt: Auch eine andere Straftat, wenn sie erheblich ist (Nr. 6) oder wenn es zwei oder mehr Straftaten sind, Gewicht egal (Nr. 7) können den Führerschein gefährden, wenn nur irgendein Zusammenhang mit der Kraftfahreignung gesehen wird („insbesondere“ wenn Anhaltspunkte für ein hohes Aggressionspotenzial bestehen). Ein Zusammenhang direkt mit dem Straßenverkehr oder dem Führen von Kraftfahrzeugen ist also hier egal, ein strafbar kämpferisches Auftreten reicht – entweder einmal und erheblich – weiterer dehnbarer Begriff – oder zweimal irgendwie: Schon sind Sie im Bereich eines ärztliches Fahreignungsgutachtens oder gar einer vollen medizinisch-psychologischen Untersuchung, um ihre Fahreignung nachzuweisen.